Schladming Tauern Radtour Sölkpass Katschberg Obertauern

 
 
          

 155

 Kilometer

 2730

 Höhenmeter gesamt

 5

 Erlebniswert (1-5)

 4

 Schwierigkeit (1-5)

 Link zum aktuellen Wetter der Schladming Tauern Radtour

 Webcams:   Obertauern     Hauser Kaibling     St. Peter am Kammersberg

    
 
  

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Gleich nach Stein an der Enns befindet sich auf der Schladming Tauern Radtour in den österreichischen Alpen, die erste der drei Steigungen mit 7-10%, die bis Großsölk zu bewältigen sind. Nach einer kleinen Abfahrt in Großsölk geht es bis kurz vor St.Nikolai im Sölktal nur leicht bergauf (1-3%). Von St. Nikolai im Sölktal bis zur abschließenden Steigung auf den Sölkpaß wechseln sich ein paar kurze Steigungen mit ebenen Abschnitten ab. Die letzten 4 km zum Sölkpaß hinauf sind mit 12% Steigung aber schon mal ein richtiger Konditionstest auf dieser langen Radtour. Der Sölkpaß ist mit 1790 Hm auch der höchste Punkt dieser Radtour, die durch die österreichischen Bundesländer Steiermark und Salzburg führt.

Die Abfahrt nach Schöder ist ähnlich wie der Anstieg auf den Sölkpaß. Der Sölkpaß liegt im wunderschönen  Naturpark Sölktäler und ist einer der schönsten Pässe im ganzen österreichischen Alpenraum. Das soll nicht heißen, dass die restliche Strecke nicht fast genauso schön ist, aber es soll jedem bewusster werden, dass er keinen Müll hinterlässt und auch die Natur so belässt wie er sie vorfindet. Es gibt auf beiden Seiten des Sölkpaß einige Weideroste und es kommt öfters vor das sich Weidevieh auf der Straße befindet. Also vor allem bei der Abfahrt mit dem Rad vom Sölkpaß hinunter besonders darauf achten.

Von Schöder nach Tamsweg folgt mit dem Seetalersattel der zweite Paß auf der Schladminger Tauern Radrunde. Ein kleiner Paß mit keinen langen, harten Steigungen. Durch eine bauliche Verengung ist auch jeglicher Durchzugsverkehr von Omnibussen und Lkws nicht möglich. Ich bin die Radtour an einem Mittwoch gefahren, da unter der Woche auch der Ausflugsverkehr wesentlich geringer ist.

Von Tamsweg auf den Radstätter Tauernpass war da schon wesentlich mehr Verkehr. Einige längere Lawinengalerien machen es zusätzlich für uns Radfahrer nicht sicherer. Landschaftlich gesehen ist der Radstätter Tauernpass genauso faszinierend wie der Sölkpaß. Nur der Sölkpaß ist naturbelassen mit einigen urigen Almen und der Katschberg ist vor allem in Obertauern total auf den Massentourismus hin umgebaut worden. Wo es technisch möglich ist wird ein Schilift errichtet, oder ein Hotel gebaut. Der Anstieg von Tamsweg auf den Katschberg ist wesentlich leichter als von Radstadt. Bei der Abfahrt von Obertauern nach Radstadt hinunter durchfährt man eine kurze wunderschöne Schlucht.

Um dem Verkehr auf der Radtour auszuweichen habe ich die Route von Radstadt über Forstau in die Steiermark zurück ausgewählt. Auf dieser ca. 4 Kilometer langen Steigung hat man aber mit dem Rad nochmals 270 Hm zu überwinden.

Im Ennstal von Gleiming über Schladming, Haus und Pruggern erreicht man wieder den Ausgangspunkt in Stein / Enns. Wobei man auf diesem Abschnitt der Schladming Tauern Radtour wegen des starken Verkehrsaufkommens auf der Ennstalbundesstraße mit vielen Lkws auf jeden Fall den Ennstalradweg benützen soll.

Da man mit dem Sölkpaß und Radstätter Tauernpass auf dieser sehr schönen Radtour doch schon hochalpines Gelände erreicht, empfehle ich euch auch die passende Radbekleidung mitzunehmen. Lange Radlerhose, lange Radhandschuhe und winddichte Jacke. Auch an schönen Sommertagen wenigstens die Jacke mit Kapuze mitnehmen, da sich im alpinen Gelände in den Tauern rund um Schladming das Wetter sehr schnell ändern kann und sich im Gebirge speziell am Nachmittag häufig sehr schnell Gewitter bilden. 

           

            

 

 
 
      

In der Nähe:

             

Das Ennstal wurde, wie so viele Alpentäler in Österreich auch, nach dem größten Fluss benannt. Die Enns ist ein 254 Kilometer langer Nebenfluss der Donau. Sie entspringt im Bundesland Salzburg in den Radstätter Tauern am Fuße des Kraxenkogels. Von Salzburg fließt die Enns in östlicher Richtung durch die Steiermark. Zwischen Admont und Hieflau in der Obersteiermark durchbricht die Enns im Gesäuse, einem sehr engen Tal, die Ennstaler Alpen bevor sie nach Norden in Richtung Oberösterreich weiterfließt und im letzten Abschnitt die Grenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich bildet. Zwischen Enns und Mauthausen mündet die Enns dann als ca. 100m breiter Fluss in die Donau.            

Das Ennstal ist eines der großen Längstäler in Österreich und bildet die geologische Grenze zwischen Nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen südlich der Enns. Die Berge der nördlich gelegenen Kalkalpen sind oft sehr schroff und weniger bewaldet als die südlichen Zentralalpen deren sanftere Berge für Wanderer besser zugänglich sind. Wobei die Berge von Ost nach West immer höher werden. Im oberen Ennstal etwa bei der Grenze der beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Steiermark fließt die Enns südlich am Dachsteingletschers vorbei. Der Dachstein ist mit 2.995m der höchste Berg in der Steiermark. Im Ennstal leben die Leute hauptsächlich vom Tourismus und von der Landwirtschaft. Die größte alpine Wintersportregion findet man rund um Schladming in der Dachstein-Tauern-Region. Wer den Massentourismus nicht so mag, kann auf die weiter östlich gelegenen kleinen Skigebiete wie z.B in Gröbming (Stoderzinken), Donnersbach (Planneralm, Riesneralm) und Admont (Kaiserau) ausweichen. Schöne Langlaufgebiete gibt es in Ramsau am Dachstein, Tauplitzalm, Liezen/Pyhrn und Admont/Kaiserau. Dazu bietet das obere und mittlere Ennstal für Skitourengeher, Schneeschuhwanderer oder einfach Erholungssuchende viele schöne Touren und einsame entlegene Seitentäler. Im Frühling, Sommer und Herbst findet man im gesamten Ennstal eine schier unerschöpfliche Auswahl an Wanderwegen, Radwegen und Mountainbiketouren. Das Ennstal ist somit ein wunderbares Urlaubsgebiet für Skifahrer, Snowboarder, Tourengeher, Langläufer und Erholungssuchende im Winter und viele Urlauber kommen im Sommer ins Ennstal um zu Wandern, Klettern, Bergsteigen, Mountainbiken und mit dem Rad auf einer der zahlreichen Radtouren das schöne Alpengebiet zu erkunden. Das Gesäuse ist speziell bei Rafting- und Kajakfahrern sehr beliebt. Um die Natur zu schützen wurden im und in der Nähe des Ennstales viele Naturschutzgebiete angelegt. Wie z.B der Naturpark Sölktäler, Nationalpark Gesäuse und der Nationalpark Kalkalpen.

                    

Der Naturpark Sölktäler liegt in den Niederen Tauern und umfasst einige Seitentäler südlich des Ennstales und Gemeinden im Murtal. Zu den Naturpark Gemeinden gehören Pichl-Preunegg, Rohrmoos, Schladming, Haus im Ennstal, Aich, Gössenberg, Stein an der Enns, St.Nikolai im Sölktal, Kleinsölk und im Murtal Schöder, Krakaudorf, Krakauschatten und Krakauhintermühlen. Das Gebiet des Naturparks Sölktäler umfasst auch große Teile der Tourismusregion Dachstein Tauern. Dichte Wälder, saftige Almwiesen, klare Bergseen, gute Luft, urige Almen, typische Alpendörfer und die Ruhe fernab der streßgeplagten Großstädte sorgen dafür, dass man mit sich wieder ins Reine kommt und so richtig gut Kraft tanken kann. Viele bewirtschaftete Almen bewirten die Gäste mit selbst hergestellten, typisch steirischen Produkten. wie z.B den Steirerkas, Almbutter, Bauernbrot, Buttermilch und Bauernkrapfen u.v.m.                                                                                          

Auch die traditionellen Brauchtumsveranstaltungen wie Perchtenlauf, Glöcklerlauf, Krampuslauf, Palmprozession und urige Zeltfeste im Sommer sind ein Teil des alpenländischen Lebenstil und gehören genauso wie die schützenswerte Natur und die Produkte der Region zum Naturpark Sölktäler. Neben den typischen Freizeitaktivitäten in den Alpen wie Wandern, Bergsteigen, Fischen, Klettern, Skitourengehen, Skifahren, Schneeschuhwandern, Eislaufen, Eisstockschießen, Rodeln, Radfahren, Mountainbiken und Langlaufen, wird in den Tourismusgemeinden der Dachstein Tauern Region auch Reiten, Tennis, Golf, Squash, Schwimmen, Paragleiten, Pferdeschlittenfahrten, Hochseilgärten u.v.m angeboten. Im Winter sind die Skiarenen Planai - Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm sehr bekannte und beliebte Skigebiete mit einem ausgezeichneten Angebot an Liften, Restaurants, Hotels und Apres Ski Hütten. In den Sölktälern sind im Winter vor allem Skitourengeher und im Sommer Wanderer und Bergsteiger unterwegs die dem Massentourismus aus dem Weg gehen und die ruhige Natur bevorzugen. Im Schloss Großsölk wurde ein Naturparkhaus eingerichtet, indem man mehr über die Entstehungsgeschichte der Alpen erfährt.

      

 

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