Mountainbiketour Mödlingerhütte MTB - Tour Gaishorn See

 
 
          

Gaishorn am See 

726 m

 Mödlingerhütte

1527m

 8

 Kilometer

801

 Höhenmeter gesamt

 5

 Erlebniswert (1-5)

 5

 Schwierigkeit (1-5)

 Link zum aktuellen Wetter dieser Tour

Webcams:   Hall bei Admont   Weng  Hohentauern

    

 

   

Download der GPS Daten von gps-tour.info

  

 
 

Die Mountainbiketour Mödlingerhütte von Gaishorn am See  in der Steiermark - Österreich auf die Mödlingerhütte wird mir immer als sehr anstrengend in Erinnerung bleiben. Die ersten 2km bis zur Mautstation noch in Gaishorn am See sind mit einer durchschnittlichen Steigung von ca.5 % noch sehr leicht und ideal zum Warmfahren.

Es folgen auf dieser MTB - Tour 5 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 13 Prozent. Die sind schon schwierig genug, da etliche Teilstücke schon ca. 20% haben. Als krönender Abschluss der Mountainbiketour zur Mödlingerhütte, oder als totale Härteprüfung, bezeichne ich den Abschnitt von Kilometer 7 bis 7,5. Hier wurde auf einige Kehren verzichtet und man hat den Forstweg fast direkt den Hang hinauf gebaut. Die 500m haben eine durchschnittliche Steigung von 26%, d.h. auf ein paar Metern sind es über 30 Prozent. Etwa bei der Hälfte dieses Abschnitts bin ich mit über 180 Puls abgestiegen und zum Wanderer geworden. Ich ziehe vor jedem Mountainbiker den Hut, der diese Steigung bewältigt und gratuliere ihm schon jetzt zu dieser famosen Leistung. Noch dazu ist die Straße nicht fest und kompakt, sondern viel loser Schotter macht es noch schwieriger. Technisch auch sehr anspruchsvoll, da man sehr darauf achten muss, auf dem Vorderrad des Mountainbikes genügend Gewicht zu haben um noch lenken zu können.

Hat man die härteste Steigung der MTB - Tour Mödlingerhütte erst mal hinter sich gelassen (egal ob auf dem Rad oder zu Fuß - beides ist schwer), hat man ein Gefühl der totalen Erleichterung, denn der Wald vor der Mödlingerhütte öffnet sich und man hat das Ziel bei der Mödlingerhütte schon ein paar hundert Meter vorher in Sichtweite. Es gibt auf den letzten Metern auch keine nennenswerte Steigung mehr, sondern nur noch die traumhafte Aussicht auf die Mödlingerhütte mit dem Reichenstein im Hindergrund und den Blick zurück ins Paltental sowie auf der anderen Seite ins Johnsbachtal. Nachdem sich der Puls wieder beruhigt hat, kann man sich auf der Sonnenterasse der Mödlingerhütte erholen und stärken. Bevor man die gleiche Strecke der Mountainbike Tour Mödlingerhütte zurück ins Tal nach Gaishorn am See in Angriff nimmt, besteht noch die Möglichkeit, dass man ein paar hundert Meter weiter in Richtung des Admonter Reichenstein fährt. Dort befindet sich ein sehr kleiner, romantischer See (nicht größer als ein Fischteich). Von diesem Teich hab ich zwar Fotos gemacht, aber er ist nicht in den GPS Daten der Mödlingerhütte MTB-Tour enthalten.  

Während der Auffahrt von Gaishorn am See auf die Mödlingerhütte gibt es nur wenige Aussichtspunkte da fast die gesamte MTB - Tour durch einen dichten Wald führt. Das ist vor allem an heißen Sommertagen ein besonders großer Vorteil, da es sich besser biken lässt, wenn die Sonne nicht direkt auf den Weg scheint. Vor acht Uhr liegt noch der ganze Berghang von Gaishorn am See zur Mödlingerhütte im Schatten der aufgehenden Sonne.

Dieser Forstweg von Gaishorn auf die Mödlingerhütte ist zugleich auch eine Mautstraße. Autos dürfen für 3 Euro bis zum Kilometer 7 fahren. Dort gibt es einen Parkplatz für ca. 30 Autos. Also kein Massenverkehr, aber doch ein Grund auf wilde Abfahrten mit dem Mountainbike zurück nach Gaishorn am See zu verzichten. Als Anfahrt bis zur Mautstation gibt es für die Biker auch eine zweite Möglichkeit ( In der Google Map rot eingezeichnet ).

Die Mödlingerhütte ist eine alpine Schutzhütte des Österreichischen Alpenvereins - Sektion Mödling. Landschaftlich besonders schön ist die Lage mit dem Hintergrund des Admonter Reichensteins und in Richtung Johnsbach mit dem Ödstein. Die Mödlingerhütte liegt auf der Treffneralm 1523m in den Eisenerzer Alpen - Bezirk Liezen/Bundesland Steiermark/Österreich zwischen Gaishorn am See/Paltental und Johnsbach im Gesäuse.

Am einfachsten ist die Mödlingerhütte von Gaishorn am See aus dem Paltental erreichbar. Mit dem Auto ist es möglich bis zum Parkplatz, ca. 1 Kilometer vor der Mödlingerhütte, raufzufahren. Danach sind es nur mehr ca. 15min zu Fuß bis zur Mödlingerhütte. Die Mountainbiketour auf der gleichen Mautstraße ist zwar nur für trainierte Mountainbiker zu empfehlen, aber dafür ein unvergleichlich schönes Erlebnis. Von Johnsbach im Gesäuse führt ein Wanderweg auf die Mödlingerhütte. Auch von der Oberst Klinke Hütte - oberhalb der Kaiserau - führt ein Wanderweg in 1,5 bis 2 Stunden zur Mödlingerhütte. Für Bergsteiger und Kletterer sind die klassischen Routen am Sparafeld, Admonter Reichstein und Totenköpfl interessant. 

Die Hütte gehört dem ÖAV Sektion Mödling und wurde 1914 eröffnet. Von 1996 bis 2008 wurde die Mödlingerhütte saniert. Die Investitionen betrugen über 500.000 Euro. Geöffnet hat die Mödlingerhütte von Mitte Mai bis Ende Oktober. Pro Jahr hat die Mödlingerhütte ca.1600 Nächtigungen und 4000 Tagesgäste. Die Mödlingerhütte bietet Bergsteigern und Wanderern 57 Matratzenlager und 14 Betten für eine Nächtigung in toller, gemütlich, uriger Atmosphäre an.

Die Marktgemeinde Gaishorn am See liegt im Paltental - Bezirk Liezen - Obersteiermark. Die rund 1.100 Einwohner leben inmitten einer vielfältigen Landschaft. Im Norden liegen die zu den nördlichen Kalkalpen gehörenden Eisenerzer Alpen und Ennstaler Alpen mit dem z.B fürs Gesäuse sehr typisch steil aufragenden, schroffen Bergen mit wenig Wald. Im Süden befinden sich die Seckauer Alpen und westlich von Gaishorn am See die Rottenmanner Tauern der sanfteren und aus mit viel mehr mit Wiesen und Wäldern bestehenden Zentralalpen.

Die Bevölkerung in Gaishorn am See ist sehr traditionsbewusst. Deswegen finden öfters Veranstaltungen wie z.B. Wurzhornbläsertreffen und Volksliedsingen statt. Gaishorn gilt mit seinen Festen, Komponistenwerkstatt und Brauchtumsveranstaltungen als Hochburg der steirischen Volkskultur.

Bekannt ist Gaishorn am See aber auch für seine Veranstaltungen im Bereich des Wintertriathlon. Es fanden schon Weltcupbewerbe, Europameisterschaften und 2009 sogar die Wintertriathlonweltmeisterschaften statt. Die Firma Endless-Sports GmbH bietet unter anderem für Triathleten, Schwimmer und Radfahrer wichtige Trainingseinrichtungen an. So gibt es z.B einen Windkanal für Radfahrer und einen Gegenstromkanal für die Schwimmer um die Technik zu verbessern oder Materialtests durchzuführen.

Freizeitangebote Gaishorn am See - Sommer: Wandern, Mountainbiken, Radfahren, Schwimmen, Fischen.

Freizeitangebote Gaishorn am See - Winter: Eislaufen, Langlaufen, Eisstockschießen, Eishockey, Winderwanderwege, Skitouren, Schneeschuhwanderungen und Rodeln.

                  

          

 
 
             

In der Nähe:

                    
Das Gesäuse: Der Nationalpark Gesäuse in den Ennstaler Alpen - Gesäuse ist mit 11.054 Hektar der drittgrößte Nationalpark in Österreich. Der höchste Berg ist das Hochtor mit 2370m. Die beiden Gebirgsstöcke Buchsteinmassiv und Hochtorgruppe bestehen größtenteils aus Dachsteinkalk und Ramsaudolomit. Es ist jedes Mal sehr beeindruckend wie sich die Enns im Durchbruchstal einen Weg durch die links und rechts steil in die Höhe ragenden Berge gebahnt hat. Die Enns ist speziell im Bereich des Gesäuseeingang kein träger, sondern ein reißender, wilder Fluss. Wer dies ganz genau erleben möchte bucht ganz einfach eine Raftingtour auf der Enns. Weiters ist das wildromantische Gesäuse ein Anziehungspunkt für tausende Wanderer, Wildwasserpaddler, Radfahrer, Bergsteiger und Erholungssuchende. Im Bereich des Gesäuses gibt es von 978m bis 1723m insgesamt 9 Almhütten, die ihr Angebot speziell für Wanderer und Bergsteiger ausgerichtet haben. Die "Hauptstadt" des Gesäuses, oder auch "Xeis" genannt ist der kleine Ort Gstatterboden. 

Der Nationalpark Pavillon Gstatterboden ist eine sehr gute Möglichkeit auf der Gesäuse Radrunde eine längere Pause einzulegen. Allein schon die Architektur des Gebäudes und ein modernes Restaurant mit sonniger Terrasse und guter Aussicht auf die Hochtorgruppe sind sehr interessant. In der multimedialen Geologieausstellung, die sich ebenfalls im Naturpark-Pavillon Gstatterboden befindet, erfährt man auf sehr interessante Weise mehr über die Geologie und Entstehung des Gesäuses. So gibt es zum Beispiel eine virtuelle Klettertour, eine virtuelle Skiabfahrt über einen Eiszeitgletscher und einen virtuellen Drachenflug über den Nationalpark Gesäuse. Der Parkplatz beim Nationalpark-Pavillon in Gstatterboden ist auch der Ausgangspunkt der offiziellen Hochscheibenalm Mountainbiketour die mitten durch den Nationalpark Gesäuse führt. Ein Geheimtipp unter allen Mountainbikern, da man neben der anspruchsvollen Tour auf die Hochscheibenalm (1195m), auch die wundervolle, naturbelassene Landschaft im Nationalpark Gesäuse sehr gut kennenlernt. Vor allem aber ist die Hochscheibenalm MTB Tour deshalb empfehlenswert, da es entlang der gesamten Strecke viele sehr gute Aussichtspunkte gibt.

 

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