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Alles beginnt natürlich wieder mit der richtigen Vorbereitung. Als erstes sollte man sich im Internet über den Radmarathon informieren. Interessant sind folgende Punkte:
1) Welche Strecken mit wie viel Höhenmeter werden angeboten. 2) Labestationen. 3) Wie viele Starter hatte der Radmarathon im Vorjahr. 4) Zeitablauf, Nennung, Zeitmessung und sonstige Renninfos. 5) Das Wetter am Tag der Veranstaltung.
Welches Ziel habe ich? Möchte ich den Radmarathon in einer bestimmten Zeit schaffen, oder geht es primär ums Dabeisein.
Ein Radmarathon mit 200 Kilometer macht wenig Sinn, wenn man im Training normalerweise nicht weiter als 50 Kilometer fährt. Maximal das Doppelte einer durchschnittlichen Trainingsstrecke wäre sinnvoll. Die Anzahl der Starter ist sehr wichtig, denn je mehr Teilnehmer ein Radmarathon hat, desto öfter und leichter findet man die richtige Gruppe.
Die richtige Gruppe ist diejenige, wo man selbst auch wenigstens ab und zu ein paar Minuten vorne fahren kann. Und das mit maximal 160 Puls. Wenn man schon im Windschatten mit 150-160 Puls mithalten möchte geht das nicht gut, weil man sich selbst zu sehr belastet und immer im Windschatten schnorren ist nicht kollegial. Aus Sicherheitsgründen beim Windschattenfahren immer bremsbereit und konzentriert fahren. Wer das nicht möchte bitte mindestens ein paar Meter Abstand zum Vordermann einhalten.
Eine Woche vor dem Radmarathon sollte man nur noch leicht trainieren, damit man sicher ausgeruht an den Start gehen kann. Denn je mehr oder härter man trainiert, desto mehr baut der Körper ab und braucht dann in der Regenerationsphase länger diese Trainingsbelastung zu kompensieren. ( die Überkompensation des Körper ist dann auch der Trainingseffekt). Hält man sich also nicht an die individuell verschieden langen Regenerationsphasen, so baut der Körper leistungsmäßig eher ab, als auf.
Auch wenn man sich sonst als Hobbysportler nicht an einen strengen Ernährungsplan hält, ist es nicht verkehrt in der Woche des Radmarathons ein bisschen auf die Ernährung zu achten und so gut es auf folgende Punkt achten.
1) Keinen Alkohol ! 2) Bis 2 Tage vor dem Marathon eiweißreiche Ernährung. 3) Einen Tag vorher noch einmal kurz trainieren (30-60min bei max. 130 Puls) um die Kohlehydratspeicher zu leeren und damit der Körper die kohlehydratreiche Kost am Abend vor dem Marathon besser aufnehmen kann. 4) 3 Stunden vor dem Radmarathon nichts mehr essen und aus Nervosität nicht zuviel trinken. Einerseits damit der Körper während der sportlichen Belastung nicht auch noch mit der Verdauung beschäftigt ist und andererseits damit man nicht mit einer vollen Blase am Start steht. 5) Während des Radmarathons mindestens alle 10-20min etwas trinken und ein paar Müsliriegel mitnehmen. Die Müsliriegel sind besonders wichtig um keinen Hungerast zu bekommen, wenn die Labestation noch weit entfernt ist, oder die Gruppe mit der man mitfährt an der Labestation nicht anhält.
Am Tag vor dem Radmarathon früh ins Bett gehen, damit man mindestens 8 Stunden schlafen kann. Sollte jemand besonders nervös sein und nicht einschlafen können, sei ihm ein kleines Bier erlaubt.
Ausreichend Bekleidung mitnehmen und am besten schon am Vortag einpacken. Die Veranstaltungen beginnen teilweise schon recht früh am Morgen. Hier sind Ärmlinge und Beinlinge bzw. eine leichte Windjacke zu empfehlen. Nach dem Radmarathon werden fast immer Duschmöglichkeiten angeboten. Also Toilettesachen und Gewand mitnehmen.
Die Reifen nicht allzu hart aufpumpen. Denn durchs Bremsen bei langen Abfahrten und durch steigende Temperaturen tagsüber erhitzt sich die Luft im Reifen und der Reifendruck erhöht sich. Das kann dann zum Platzen des Reifens führen. Beim Glocknerkönig hab ich allein schon an die 20 Radfahrer mit einem Platten bei der Abfahrt gesehen. Bei einem Marathon wie dem Glocknerkönig also oben ein bisschen Luft aus den Reifen ablassen.
Einen Radmarathon "gewinnt" man nicht auf den ersten Kilometern. Also nicht von den Anderen anstecken lassen und kein hohes Anfangstempo eingehen. Am besten man achtet während des gesamten Radmarathons auf den Pulsmesser und auf die Beine. Ich achte darauf, dass sich mein Körper nach einer Steigung mit max. 160 Puls auf der Abfahrt und danach wieder dementsprechend erholen kann. Kein Hunger- oder Durstgefühl aufkommen lassen. Also vorher regelmäßig essen und trinken. Am Besten nach einer Steigung vor der Abfahrt etwas essen.
Endet ein Rennen oder Radmarathon am Berg, dann nach der Abfahrt noch einige Kilometer bei leichtem Puls (110-120) ausradeln um einen Muskelkater zu verhindern. Denn bei starken Belastungen entsteht im Muskel beim Verbrennen des Zuckers mehr Milchsäure als dann gleichzeitig wieder abgebaut werden kann. |





