Großer Knallstein Bergtour Naturpark Sölktäler Bergsteigen Steiermark

 
 
          

St. Nikolai im Sölktal

1.126m

Großer Knallstein

2.599m 

16,9

 Kilometer

1493 

 Höhenmeter gesamt

5+ 

 Erlebniswert (1-5)

5 

 Schwierigkeit (1-5)

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Für die Bergtour Großer Knallstein 2.599m sind keinerlei Kletterkünste erforderlich. Der anspruchsvolle Wanderweg Nr. 791 kommt ganz ohne Leitern sowie Seilsicherungen aus und erfordert auch keine besondere Schwindelfreiheit. Auf jeden Fall sollte man eine gute Kondition, hohe Trittsicherheit, gute Bergschuhe und einen gutgefüllten Rucksack haben. Da es auf dem Wanderweg keine bewirtschaftete Almhütte gibt, muss man selbst genügend Proviant mitnehmen. Daneben sollte man auf keinen Fall auf Sonnenschutzcreme, Windjacke, Handy und Wanderkarte vergessen. Für die gesamte Wanderung hin und zurück sollte man ca. 9 bis 10 Stunden einplanen.

Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Berg - Großer Knallstein ist St. Nikolai im Sölktal. Ein sehr schönes idyllische Alpendorf im Großsölktal direkt an der Sölkpaß Landesstraße. An beiden Ortseinfahrten sind ausreichend gute Parkplätze vorhanden. Am Gasthaus Gamsjäger und der Kirche vorbei geht man zuerst ein paar hundert Meter durch den Ort. Cirka hundert Meter nach dem Musikheim überquert man geradeaus die kleine Brücke über den Bräualmbach. Bis Km 2,2 folgt man dem Forstweg und biegt dann auf den sehr gut beschilderten Wanderweg Nr. 791 ab. In der Folge kreuzt der Wanderweg noch zweimal die Forststraße, wo man zwischendurch einfach wieder der Forststraße folgt bis es auf dem Wanderweg weitergeht. Das letzte Stück vor der Kaltherbergalm besteht aus einem schmalen Forstweg. Die Kaltherberghütte bei Km 4,1 und 1.612 Hm ist zwar nicht bewirtschaftet, aber im Brunnen vor der Hütte sind fast immer ein paar Bier und Limonaden eingekühlt und es gibt auch 2 Bänke sowie einen Tisch. Bezahlt wird mit 2 Euromünzen und 50 Centmünzen einfach bei der kleinen Kassa neben der Eingangstür.

Nach dem Überqueren der 500m breiten und nur leicht ansteigenden Almwiese beginnt der anspruchsvolle Aufstieg zum Unteren Klaftersee auf 1.890m. Dieser Abschnitt der zuerst durch den Wald und dann durch Latschenfelder führt ist ca. 800m lang und hat eine durchschnittliche Steigung von 31%. Bevor es auf den nächsten 1,4 Kilometer am Oberen Klaftersee vorbei mit 26% weitergeht kann man sich beim Unteren Klaftersee noch 300m lang kurz erholen. Nach sieben Kilometer und einer Höhe von 2.260m erreicht man ein kleines Plateau mit ca. 100m, bevor es auf der letzten Etappe zum Gipfel des "Großer Knallstein" hinaufgeht. Auf dieser Höhe gibt es dann längst keine Latschenfelder mehr und man hat eine uneingeschränkte Aussicht auf die schönen Berge des Naturpark Sölktäler. 

Die ersten 800m auf dem letzten Abschnitt sind mit ca. 38% nocheinmal sehr steil, bevor man auf den letzten 300m mit nur 10% dem Gipfelkreuz des Großen Knallstein auf 2.599m entgegengeht. Außer bei wolkenlosem Himmel muss man in dieser Höhe immer die Wolken im Auge behalten, den es kann ganz schnell passieren das der Gipfel ganz oder teilweise in Wolken eingehüllt wird. Zwar ist der Wanderweg alle 10 bis 20 sehr schön markiert, aber schöner ist ein Gipfelsieg immer ohne Wolken. Wer so wie ich wegen vorbeiziehender Wolken noch warten will kann vor der letzten Etappe die ca. 200m zum 30 Hm tiefer liegenden Weißensee gehen. Vom Gipfel des Großer Knallstein hat man eine sehr gute Aussicht, da dieser Berg weitum der Größte ist. Wer beim Aufstieg sehr leise ist kann neben den schönen Blumen mit etwas Glück z.B. auch Gämsen oder Murmeltiere sehen.

Der Abstieg vom Gipfel des Großen Knallstein nach St. Nikolai im Sölktal zurück erfolgt auf dem gleichen Wanderweg Nr.791.

                

 

      

 

 
 

      

In der Nähe der Bergtour im Sölktal auf den Großen Knallstein :

                             

Der Naturpark Sölktäler liegt in den Niederen Tauern und umfasst einige Seitentäler südlich des Ennstales und Gemeinden im Murtal. Zu den Naturpark Gemeinden gehören Pichl-Preunegg, Rohrmoos, Schladming, Haus im Ennstal, Aich, Gössenberg, Stein an der Enns, St.Nikolai im Sölktal, Kleinsölk und im Murtal Schöder, Krakaudorf, Krakauschatten und Krakauhintermühlen. Das Gebiet des Naturparks Sölktäler umfasst auch große Teile der Tourismusregion Dachstein Tauern. Dichte Wälder, saftige Almwiesen, klare Bergseen, gute Luft, urige Almen, typische Alpendörfer und die Ruhe fernab der streßgeplagten Großstädte sorgen dafür, dass man mit sich wieder ins Reine kommt und so richtig gut Kraft tanken kann. Viele bewirtschaftete Almen bewirten die Gäste mit selbst hergestellten, typisch steirischen Produkten. wie z.B den Steirerkas, Almbutter, Bauernbrot, Buttermilch und Bauernkrapfen u.v.m.                                                                                          

Auch die traditionellen Brauchtumsveranstaltungen wie Perchtenlauf, Glöcklerlauf, Krampuslauf, Palmprozession und urige Zeltfeste im Sommer sind ein Teil des alpenländischen Lebenstil und gehören genauso wie die schützenswerte Natur und die Produkte der Region zum Naturpark Sölktäler. Neben den typischen Freizeitaktivitäten in den Alpen wie Wandern, Bergsteigen, Fischen, Klettern, Skitourengehen, Skifahren, Schneeschuhwandern, Eislaufen, Eisstockschießen, Rodeln, Radfahren, Mountainbiken und Langlaufen, wird in den Tourismusgemeinden der Dachstein Tauern Region auch Reiten, Tennis, Golf, Squash, Schwimmen, Paragleiten, Pferdeschlittenfahrten, Hochseilgärten u.v.m angeboten. Im Winter sind die Skiarenen Planai - Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm sehr bekannte und beliebte Skigebiete mit einem ausgezeichneten Angebot an Liften, Restaurants, Hotels und Apres Ski Hütten. In den Sölktälern sind im Winter vor allem Skitourengeher und im Sommer Wanderer und Bergsteiger unterwegs die dem Massentourismus aus dem Weg gehen und die ruhige Natur bevorzugen. Im Schloss Großsölk wurde ein Naturparkhaus eingerichtet, indem man mehr über die Entstehungsgeschichte der Alpen erfährt.  

Das Ennstal wurde, wie so viele Alpentäler in Österreich auch, nach dem größten Fluss benannt. Die Enns ist ein 254 Kilometer langer Nebenfluss der Donau. Sie entspringt im Bundesland Salzburg in den Radstätter Tauern am Fuße des Kraxenkogels. Von Salzburg fließt die Enns in östlicher Richtung durch die Steiermark. Zwischen Admont und Hieflau in der Obersteiermark durchbricht die Enns im Gesäuse, einem sehr engen Tal, die Ennstaler Alpen bevor sie nach Norden in Richtung Oberösterreich weiterfließt und im letzten Abschnitt die Grenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich bildet. Zwischen Enns und Mauthausen mündet die Enns dann als ca. 100m breiter Fluss in die Donau.            

Das Ennstal ist eines der großen Längstäler in Österreich und bildet die geologische Grenze zwischen Nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen südlich der Enns. Die Berge der nördlich gelegenen Kalkalpen sind oft sehr schroff und weniger bewaldet als die südlichen Zentralalpen deren sanftere Berge für Wanderer besser zugänglich sind. Wobei die Berge von Ost nach West immer höher werden. Im oberen Ennstal etwa bei der Grenze der beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Steiermark fließt die Enns südlich am Dachsteingletschers vorbei. Der Dachstein ist mit 2.995m der höchste Berg in der Steiermark. Im Ennstal leben die Leute hauptsächlich vom Tourismus und von der Landwirtschaft. Die größte alpine Wintersportregion findet man rund um Schladming in der Dachstein - Tauern - Region. Wer den Massentourismus nicht so mag, kann von den großen Skigebieten in Schladming - Planai, Schladming Hochwurzen und Hauser Kaibling auf die weiter östlich gelegenen kleinen Skigebiete wie z.B in Gröbming ( Stoderzinken ), Donnersbach (Planneralm, Riesneralm) und Admont (Kaiserau) ausweichen. Schöne Langlaufgebiete gibt es in Ramsau am Dachstein, Tauplitzalm, Liezen / Pyhrn und Admont / Kaiserau. Dazu bietet das obere und mittlere Ennstal für Skitourengeher, Schneeschuhwanderer oder einfach Erholungssuchende viele schöne Touren zum Wandern und Skitouren in entlegenen Seitentälern. Im Frühling, Sommer und Herbst findet man im gesamten Ennstal eine schier unerschöpfliche Auswahl an Wanderwegen, Radwegen und Mountainbike Touren. Das Ennstal ist somit ein wunderbares Urlaubsgebiet für Skifahrer, Snowboarder, Tourengeher, Langläufer und Erholungssuchende im Winter und viele Urlauber kommen im Sommer ins Ennstal um zu Wandern, Klettern, Bergsteigen, Mountainbiken und mit dem Rad auf einer der zahlreichen Radtouren das schöne Alpengebiet zu erkunden. Das Gesäuse ist speziell bei Rafting- und Kajakfahrern sehr beliebt. Um die Natur zu schützen wurden im und in der Nähe des Ennstales viele Naturschutzgebiete angelegt. Wie z.B der Naturpark Sölktäler, Nationalpark Gesäuse und der Nationalpark Kalkalpen.
                                                         

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