Haindlkarhütte Wandern Gesäuse Wanderweg Nationalpark Gesäuse

 
 
          

Haindlkarhütte 1.121m

 2,9

 Kilometer

 504

 Höhenmeter gesamt

 5

 Erlebniswert (1-5)

 4

 Schwierigkeit (1-5)

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Das Wandern im Nationalpark Gesäuse zur Haindlkarhütte auf 1121m beginnt beim großen Parkplatz an der Gesäuse Bundesstraße zwischen dem Gasthof Bachbrücke und Gstatterboden. Der Wanderweg zur Haindlkarhütte ist 2,9 Kilometer lang und hat eine durchschnittliche Steigung von 17%. Die 504 Höhenmeter sind auch für Kinder mit einer guten Kondition ab ca. 8-10 Jahren geeignet. Auf jeden Fall sollte man feste Wanderschuhe anziehen, da wegen der vielen Steine sonst ein Überknöcheln wahrscheinlich ist. Besonders interessant fanden meine Kinder den oft stufigen Wanderweg und die vielen Felsbrocken. Ein schöner ebener Forstweg ist ihnen sonst immer zu fad und eintönig. Der gesamte Wanderweg zur Haindlkarhütte ist sehr schön markiert, sodass man sich nicht verlaufen kann und es gab auch keine steilen Abgründe. Wer nicht in der Früh losgeht muss auf dem letzten Kilometer damit rechnen, dass es an sonnigen Tagen ganz schön warm wird. Daher sollte man an heißen Tagen bis spätestens 9 Uhr zur Wanderung auf die Haindlkarhütte aufbrechen.

Während des Aufstiegs hat man eine wunderbare Aussicht auf den Großen Buchstein (2.224m). Hochtor (2.369m) - Festkogel (2.269) und Großer Ödstein (2.335m) zu dessen Füßen sich die Haindlkar Hütte befindet, liegen am Vormittag noch im Gegenlicht der Sonne.

Erbaut wurde die neue Haindlkarhütte von 1958-1969. Die Haindlkarhütte hat je nach Schneelage von Anfang Mai bis Mitte Oktober geöffnet. Das Angebot reicht von einer vorzüglichen Bewirtung der Gäste mit Speis und Trank bis zur Nächtigung mit 9 Betten und 54 Matratzenlager. Der zweite Weg auf die Haindlkarhütte führt von Johnsbach mit einer Gehzeit von ca. 2,5 Stunden über die Gsengscharte. Von der Haindlkarhütte könnte man über den schwierigeren Peternpfad in ca. 4 Stunden zur Hesshütte wandern.

Die Felsen sind eines der dominierenden Elemente beim Wandern im Gesäuse. Auf dem mächtigen Sockel aus Ramsauer Dolomit liegt mit einer Höhe von bis zu ca. 800m Dachsteinkalk. Der Dolomit verwittert leicht. Die zerklüfteten Felsen mit den Schuttmassen am Fuße der Berge bilden die Basis der Berge im Nationalpark Gesäuse. Der hellgraue Dachsteinkalk dagegen verwittert viel langsamer. Durch die Festigkeit des Dachsteinkalks und seine rauhe Anwitterung eignet er sich hervorragend zum Klettern. Die Felsen im Nationalpark Gesäuse sind auch ein beliebter Lebensraum der Felsbrüter wie z.B. Steinadler, Wanderfalke, Uhu, Felsenschwalbe, Kolkrabe und Mauerläufer. Unter der Baumgrenze nisten Schneehuhn, Alpenbraunelle und Schneefink.

Bei all der Schönheit der Natur sollte man aber nie vergessen, dass man durch einen Nationalpark wandert und deswegen ein paar Regeln einhalten muss.

  • Zum Schutz der Natur dürfen Wanderer die vorgegebenen Wanderwege und Kletterrouten nicht verlassen und auch keine neuen Wander- und Kletter - Routen erschließen. 
  • Keinen Müll wegwerfen.
  • Beim Wandern unnötigen Lärm vermeiden.
  • Keine Pflanzen ausreißen oder zertreten.
  • Das Zelten und Lagern im Nationalpark Gesäuse ist nicht gestattet. 

                            

 
 

              

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Das Gesäuse: Der Nationalpark Gesäuse in den Ennstaler Alpen - Gesäuse ist mit 11.054 Hektar der drittgrößte Nationalpark in Österreich. Der höchste Berg ist das Hochtor mit 2370m. Die beiden Gebirgsstöcke Buchsteinmassiv und Hochtorgruppe bestehen größtenteils aus Dachsteinkalk und Ramsaudolomit. Es ist jedes Mal sehr beeindruckend wie sich die Enns im Durchbruchstal einen Weg durch die links und rechts steil in die Höhe ragenden Berge gebahnt hat. Die Enns ist speziell im Bereich des Gesäuseeingang kein träger, sondern ein reißender, wilder Fluss. Wer dies ganz genau erleben möchte bucht ganz einfach eine Raftingtour auf der Enns. Weiters ist das wildromantische Gesäuse ein Anziehungspunkt für tausende Wanderer, Wildwasserpaddler, Radfahrer, Bergsteiger und Erholungssuchende. Im Bereich des Gesäuses gibt es von 978m bis 1723m insgesamt 9 Almhütten, die ihr Angebot speziell für Wanderer und Bergsteiger ausgerichtet haben. Die "Hauptstadt" des Gesäuses, oder auch "Xeis" genannt ist der kleine Ort Gstatterboden. 

Der Nationalpark Pavillon Gstatterboden ist eine sehr gute Möglichkeit auf der Gesäuse Radrunde eine längere Pause einzulegen. Allein schon die Architektur des Gebäudes und ein modernes Restaurant mit sonniger Terrasse und guter Aussicht auf die Hochtorgruppe sind sehr interessant. In der multimedialen Geologieausstellung, die sich ebenfalls im Naturpark Pavillon Gstatterboden befindet, erfährt man auf sehr interessante Weise mehr über die Geologie und Entstehung des Gesäuses. So gibt es zum Beispiel eine virtuelle Klettertour, eine virtuelle Skiabfahrt über einen Eiszeitgletscher und einen virtuellen Drachenflug über den Nationalpark Gesäuse. Der Parkplatz beim Nationalpark Pavillion in Gstatterboden ist auch der Ausgangspunkt der offiziellen Hochscheibenalm Mountainbike Tour die mitten durch den Nationalpark Gesäuse führt. Ein Geheimtipp unter allen Mountainbikern, da man neben der anspruchsvollen Tour auf die Hochscheibenalm (1195m), auch die wundervolle, naturbelassene Landschaft im Nationalpark Gesäuse sehr gut kennenlernt. Vor allem aber ist die Hochscheibenalm MTB Tour deshalb empfehlenswert, da es entlang der gesamten Strecke viele sehr gute Aussichtspunkte gibt.

 

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